5 Meeting-Trends, die inspirieren
Das Bedürfnis nach persönlichen Treffen ist immer noch genauso groß, obwohl vieles um uns herum digitalisiert wird. Das eine schließt jedoch das andere nicht aus, und ein starker Trend in der Meeting-Branche ist, dass die Digitalisierung immer mehr Raum einnimmt.
In diesem Jahr setzen wir auch mehr auf spielerische Aktivitäten, Interaktion und mehr Nachhaltigkeitsdenken, was Meeting-Trends betrifft. Da wir in ständiger Veränderung leben, kann es sowohl wichtig als auch notwendig sein, die Trends zu verstehen und zu folgen, die sich im Laufe der Jahre entwickeln. Im Folgenden haben wir einige starke und wachsende Trends zusammengefasst, die für die Meeting-Branche derzeit von großer Bedeutung sind.
1. Das Digitale wird in das physische Treffen integriert
Die Digitalisierung wird nicht mehr als parallele Realität zur physischen und analogen Welt gesehen, sondern immer mehr erkennen, dass es nur eine Realität gibt, in der beide Dimensionen zusammenwirken. Dies, so meint Ida Malmström, Projektleiterin für Meetings bei Visit Linköping & Co, gilt auch für Meeting-Trends, bei denen das Digitale immer mehr Raum bei Meetings und Events einnimmt.
Eine starke Internetverbindung und Zugang zur Technik sind selbstverständlich, aber sie meint, dass trotz der starken Digitalisierung das physische Treffen nicht verdrängt, sondern vielmehr ergänzt wird. Ein Beispiel, das in Bezug auf Digitalisierung inspirieren kann, könnte unter anderem ein Format wie TED Talks sein, bei dem Präsentationen oder Interviews vorab aufgezeichnet oder live von einem anderen Ort gesendet werden. Dies kann eine größere Vielfalt in der Meeting-Erfahrung bieten und auch weniger Reisen für Vortragende bedeuten.
2. Der Nachhaltigkeitstrend wächst weiter
Es wird immer wichtiger, seine Meetings von Anfang bis Ende nachhaltig zu planen. Nachhaltigkeit kann auf verschiedene Weise während des Events durch beispielsweise nachhaltige Lebensmittel, mehrere Messen oder Meetings gleichzeitig, um Emissionen aller Reisen zu reduzieren, und kürzere Reisewege zu und von dem Event betont werden.
Warum nicht die Teilnehmer dazu bringen, darüber nachzudenken, wie sie ihren eigenen Klimafußabdruck verringern können, indem sie beispielsweise den CO2-Fußabdruck auf der Mittagskarte angeben oder den Umweltausdruck von Aktivitäten, die während des Tages angeboten werden, darstellen?

3. Die Mahlzeit wird zu einer eigenen Aktivität
Viele Jahre lang haben wir uns vollständig darauf konzentriert, was auf dem Teller serviert wird und wer es zubereitet hat. Jetzt richten wir unseren Blick darauf, wie das Essen und die Getränke serviert, zubereitet und präsentiert werden, um zur Gesamtheit des Events beizutragen. Das Essen hat eine große Bedeutung für das Erlebnis und indem man zum Beispiel ein spezielles Menü nur für den Tag mit einem speziellen Thema zusammenstellt, macht es den kleinen Unterschied aus.
Wenn Sie und Ihr Unternehmen während Ihres Meetings über Nachhaltigkeit sprechen, könnte es zum Beispiel eine gute Idee sein, ein vegetarisches Menü mit lokal produzierten Lebensmitteln zu servieren. Auch der gesunde Trend hält an, bei dem die Zeit der klassischen Limonade vorbei ist und stattdessen ehrliches Zitronenwasser oder andere gute alkoholfreie Alternativen angeboten werden.
4. Kurze und effektive Treffen mit mehr Interaktion
Daniel Fjäll, Verkäuferspezialist für Meetings bei Linköping Konsert & Kongress, ist überzeugt, dass kurze und effektivere Meetings dieses Jahr zu einem großen Meeting-Trend werden. Er meint, dass die Zeit jeder Person wichtig ist und dass man sich nur dann trifft, wenn es tatsächlich nötig ist – nicht nur um des Treffens willen. Kurze Präsentationsformen wie zum Beispiel Pecha Kucha, die immer 20 Bilder enthalten, die 20 Sekunden lang gezeigt werden, ergeben eine Präsentation von 6 Minuten und 40 Sekunden – eine perfekte Zeit, um das Publikum aufmerksam und engagiert zu halten.
Ein weiteres Beispiel sind sogenannte Lagerfeuer-Sessions, bei denen die Präsentation etwa 20 Minuten dauert und danach von einem ebenso langen Gespräch mit dem Publikum gefolgt wird, bei dem auch der Vortragende sitzt. Die Teilnehmer zu aktivieren, damit sie nicht nur passive Zuschauer sind, ist wichtig! Nutzen Sie digitale Werkzeuge wie Mentimeter, um Ihr Unternehmen zu aktivieren oder traditionelle analoge Aktivitäten wie das Erstellen von Postern oder Prototypen, um zu mehr Interaktion beizutragen.
5. Neue Flächen für Aktivitäten
Der Fokus lag bisher auf dem Raum, in dem die Veranstaltung stattfindet, und anderen Flächen wurde nicht viel Bedeutung beigemessen. Jetzt hingegen stehen alle Flächen gleichermaßen im Mittelpunkt, da Aktivitäten, die außerhalb des Meetingraums stattfinden, genauso wichtig für das Gesamterlebnis sind. Dazu könnten zum Beispiel Aktivitäts- und Interaktionsflächen mit Ausstellungen, Stände mit Personen von außen oder die Möglichkeit, neue Technologien auszuprobieren, gehören.
Das Planen von Aktivitäten und verschiedenen Arten von Geschehnissen sowohl im als auch außerhalb des Meetingraumes macht das Publikum während des Tages mehr integriert und engagiert. Warum nicht den Tag mit einem dehnbaren Yogakurs, einer Laufrunde oder ruhiger Meditation beginnen? Für Erholung und Entspannung während des Tages kann man auch stille und ruhige Zonen anbieten, in denen Teilnehmer eine Pause einlegen können.